Deutschland mit dem Rad entdecken...

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das ist das, was ich jedem empfehlen will. Dem, der mit dem Auto unterwegs ist, entgehen viele Schönheiten der Natur und die vielen schönen Kleinigkeiten kriegt man überhaupt nicht mit. Nur wenn man durch unser schönes Land radelt, sieht man diese Besonderheiten. Außerdem man ist an der frischen Luft, es hält uns jung und fit und es macht zudem jede Menge Spaß in einer Gruppe zu radeln.

Da wir die erste Tour "Liebliches Taubertal" von Wertheim nach Rothenburg schon gefahren waren, (diese Tour super) und uns diese Art unser schönes Land zu sehen begeistert hat, hatten wir beschlossen, als zweite Tour nun die anschließende Strecke, den

"Altmühltal -Radweg"

weiterzufahren. Im Gegensatz zu der ersten Radtour wollten wir jedoch nicht mehr zu unserem Ausgangspunkt zurückradeln, sondern ein längeres Teilstück fahren und die Rückfahrt mit der Bahn oder dem Radel-Taxi antreten. Doch nun näheres zu unserer Fahrt.


Termin:
Freitag den 19. Mai bis zum Sonntag den 21. Mai 2000.

Ausgangspunkt:
Ausgangspunkt ist Rothenburg, d.h. das Dorf Burgbernheim bei Rothenburg ob der Tauber. Es liegt an der Bahnstrecke Ansbach - Würzburg und in der Nähe der Altmühlquelle und somit günstig für unsere Rückfahrt mit der Bahn. Von dort aus ging es ein Stück der "Burgenstraße", ebenfalls ein Radfernweg, bis an den Ursprung der Altmühl.. Hier begannen wir unsere eigentliche Fahrt.

Streckenabschnitte:
Die Fahrt war im Radtourenbuch in drei Abschnitte aufgeteilt:
· Von Rothenburg nach Gunzenhausen, 77 km
· von Gunzenhausen nach Eichstätt und 67 km
· von Eichstätt nach Kelheim 89 km
Die Tagesstrecken sind jedoch so aufgeteilt worden, daß am zweiten Tag die größte Strecke zu fahren war, da die An- und Rückfahrt an diesem Tag entfiel.

Streckenlänge:
Insgesamt hatten wir also eine Strecke von 233 km vor uns. Wenn wir diese Strecke aus irgendwelchen Gründen nicht geschafft hätlten, wäre es auch kein Problem gewesen, zwischendurch abzubrechen und mit der Bahn zurückzufahren. Die Nebenstrecke Altmühltal begleitete uns ein großes Stück bei unserer Fahrt. Es war also ein Leichtes für uns z.B. das letzte Stück von Eichstätt nach Kelheim ausfallen zu lassen.
Da Kelheim selbst keine Bahnanbindung besitzt, mmußten wir in Saal an der Donau (bei Kelheim) in die Bahn zusteigen. Die Fahrt kostete ca 50 DM pro Person. Fahrräder konnten in allen gekennzeichneten Zügen für 12 DM pro Rad mitgenommen werden. Bahncardbesitzer zahlten die Hälfte. Das Ein- und Ausladen mußte von den Radlern selbst durchgeführt werden.

Landschaft:
Auf ihrem Weg von der fränkischen Alb bis zur Donau durchzieht die Altmühl wunderschöne Landstriche. Weite Wald- und Wiesenlandschaften bestimmen die Eigenart des Oberlaufs der Altmühl. Der Naturpark Altmühltal mit seinen enge Tälern mit bizarren Felspartien aus der Jurazeit und die Wacholderheide prägen das Landschaftsbild. Das letzte Stück der Altmühl wurde zum Main-Donau-Kanal umfunktioniert und so eine künstliche, aber dennoch reizvolle Naturlandschaft geschaffen. Bei jedem Radkilometer begegnen wir Versteinerungen aus der Urgeschichte und den Spuren der Römer. Aber auch mittelalterliche Städte und Burgen sowie Bauwerke des Barock und der Renaissance sind Zeugen einer bewegten Vergangenheit im Altmühltal.
Der 230 km lange Radweg an der Altmühl und viele Kilometer Ausflüge und Varianten waren in dieser Radtour zusammengestellt. Präzises Kartenmaterial und genaue Routenbeschreibungen und Wegkennzeichnungen machten diese Fahrt zu einem unvergeßlichen Ereignis.


Die Altmühl ist der zweitlängste , rein bayrische Fluß, zudem aber auch der langsamste. Das Gefälle auf ihrem 225 km langen Lauf beträgt lediglich 100 m. Im Volksmund heißt es, daß sich die Altmühl erst mehrmals im Bett drehe, bevor sie sich entschließen könne, weiterzufließen. Bei diesem geringen Gefälle ist es ein gemütliches Fahren ohne Berge und größere Steigungen. Dadurch ist die Tour auch mit Kindern sehr geeignet.

Übernachtungen:
Das Altmühltal stellt ein gern besuchtes Urlaubsgebiet dar. Aus diesem Grund sind Hotels , Gasthofe und Pensionen in allen Preisklassen und in ausreichender Zahl vorhanden.

 


Streckenabschnitt 1
Von Rothenburg nach Gunzenhausen 77 km

Zwischen dem altertümlichen und romantischen Rothenburg und Gunzenhausen erstreckt sich das sanfte und ruhige obere Altmühltal. Wegen seiner verträumten Unberührtheit, der weiträumigen und sanften Landschaft ist dieser erste Abschnitt besonders interessant. Malerische Bauerndörfer und mittelalterliche Städtchen, wie Herrieden und Ornbau, mit ihren typischen fränkischen Fachwerkhäusern, bestimmen den Charakter der Region. Der bei Gunzenhausen künstlich aufgestaute Altmühlsee ist zudem ein Paradies für den Wassersport. Die Radstrecke wies bis auf den Anstieg zur Quelle der Altmühl in der Frankenhöhe, keine nennenswerten Höhenunterschiede auf. Die Route führte über befestigte landwirtschaftliche Wege, sowie verkehrsarme Nebenstraßen und war durchgehend gut beschildert.


Radstrecke:
Burgbernheim - Altmühlquelle - Hornau - Windelsbach - Colmberg - Leutershausen - Herrieden - Großenried - Ornbau - Altmühlsee - Gunzenhausen.

 

Streckenabschnitt 2
Von Gunzenhausen nach Eichstätt 67 km

Der Naturpark Altmühltal eröffnete ein Landschaftsbild von einzigartiger Schönheit. Die bizarren weißgrauen Felspartien des Jura begleiteten die Altmühl auf ihren engen Schleifen und Windungen durch die südliche Frankenalb. Den kulturhistorischen Reichtum bezeugten neben den vielen malerischen mittelalterlichen Städten insbesondere die barocke Pracht der ehemaligen Fürstbischofsstadt Eichstätt. Der Urvogel Archäopteryx und andere Fossilienfunde im Solnhofener Plattenkalk zeigt uns die Urzeit aus nächster Nähe.

Die Route war hervorragend ausgebaut, vorbildlich beschildert und ohne Steigungen.

Radstrecke:
Gunzenhausen - Windsfeld - Ehlheim - Treuchtlingen - Dietfurt - Pappenheim - Solnhofen - Mörnsheim - Dollnstein - Obereichstätt - Eichstätt.
Da heute der Tag war, an dem wir das längste Teilstück der Strecke fahren sollten, hängten wir noch einen kleinen Abschnitt der dritten Strecke dran, und suchten uns erst hinter Walting ein geeignetes Quartier.

 


Streckenabschnitt 3
Von Eichstätt nach Kelheim 89 km
Hinter Eichstätt wurde das Altmühltal breiter und die herrliche Landschaft setzte sich fort. Bei Kipfenberg befanden wir uns im "Geographischen Mittelpunkt" Bayerns. In den Vordergrund trat nun die Wacholderheide, eine unter Naturschutz stehende Kulturlandschaft. Daneben säumten kühn auf den Fels gebaute Burgen das Tal. Besonders eindrucksvoll waren Schloß Prunn und die Burg Randeck. Ab Dietfurt wurde die Altmühl zum Main-Donau-Kanal umfunktioniert und mit reizvollen Biotopen und Natur-Oasen versehen. Die Drei-Burgen-Stadt Riedenburg und Kelheim mit seiner mächtigen Befreiungshalle auf dem Michelsberg bildeten einen krönenden Abschluß unserer Radreise.


Der nächste Radabschnitt wäre der "Donau-Radweg". Doch diesen werden wir als nächstes angehen - versprochen!

Radstrecke:
Eichstätt - Walting - Gungolding - Kinding - Kipfenberg - Beilgries - Dietfurt - Deising - Riedenburg - Essing - Kelheim.

Am späten Nachmittag dann, als wir Kelheim besichtigt hatten, mußten wir nur noch die Donau überqueren, um den kleinen Ort Saal zu erreichen, wo sich die Bahnstation befand. Von da aus ging es mit dem Radtaxi zurück Richtung Rothenburg.

Die Toru hatte allen viel Spaß gemacht und wir beschlossen schon während der Rückfahrt die nächste Tour.

 

Hans Ritter

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