Mainradtour des Radwanderclubs "Bergab"
Alzenau - Hasselroth

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Tourenbeschreibung der Radtour "Mainabwärts" von Kulmbach nach Kitzingen vom 15.08.01 bis 18.08.01.

 

15.08.01 / 1. Tag

Die Tour beginnt am 15.08.01 mit dem Treffpunkt 7.15 Uhr bei den Kukla´s. Von hier ging die Fahrt zum Bahnhof nach Kahl und der Zugfahrt 8.05 Uhr - 9.25 Uhr nach Würzburg. Von dort stiegen wir um in den Zug nach Bamberg, der verspätet um 9.45 Uhr abfuhr.

Angekommen in Bamberg um 10.40 Uhr fuhr der Anschlusszug nach Kulmbach vor unserer Nase weg. Wir nutzten aber noch die Chance mit dem Alternativzug ab 10.45 Uhr mit umstieg in Lichtenfels. Durch die lange Zugfahrt kamen wir ins Gespräch über den Kinofilm "der Schuh des Manitu". Nun entstand der bedeutsame Satz INDIANER - SERVUS, der uns die nächsten Tage begleiten sollte. Angekommen in Kulmbach um 12.10 Uhr schwangen wir uns auf die Räder und machten eine kleine Altstadtrundfahrt. Beim Blick auf das Thermometer einer Apotheke - auweia 33 Grad, wussten wir es gibt eine heiße Fahrt. Mit leichten hitzebedingten Schwierigkeiten (Christel hatte Schwindel und Magnesiummangel) kamen wir mit einer Eispause in Burgkunstadt um 16.15 Uhr am ersten Etappenziel in Michelau an. Nach einer Erholungspause und wohlverdienter Dusche spazierten wir durch die Korbstadt Michelau bis Ede feststellte, Meggy hat bei 30 Grad eine lange Jeans an, worauf er sie den Rest des Tages frotzelte. Das Abendessen nahmen wir im Gasthof goldene Krone ein, indem wir auch übernachteten.

Fazit des 1. Tages, etwa 43 km, ziemlich platt.


16.08.01 / 2. Tag

Da wir am Vorabend wegen der großen Hitze beschlossen hatten eine Stunde früher als geplant zu starten, frühstückten wir bereits um 07.30 Uhr und schwangen uns um 08.30 Uhr auf die Räder in Richtung Lichtenfels. Die Fahrt ging nun zielstrebig zum Kloster Vierzehnheiligen. Schweißgebadet, die Räder schiebend, erklommen wir um ca. 09.40 Uhr den Klosterberg. Nach Besichtigung der wunderschönen Basilika ging es weiter über Staffelstein nach Zapfendorf, wo wir in einem Biergarten Mittagspause machten. Frischgestärkt ging die Fahrt weiter bis ein Ruf ertönte "Alles halt Plattfuß Meggy". Zum Glück war es ein Plattfuß Kategorie 2, (d.h. Vorderrad) den das "Ärzteteam schnell behob. Frohen Mutes ging es weiter bis nach ca. 5 km der Ruf " Alles Halt Plattfuß Meggy" ein zweites Mal ertönte. Nach einem Kommentar das Ärzteteam hätte gepfuscht wechselten wir nun den schlechtgeklebten Schlauch durch einen neuen aus. Über Hallstadt erreichten wir um 16.30 Uhr unser Hotel Mainfranken in Bamberg. Nach einer Dusche bereiteten wir uns auf die Städteführung vor. Um 18 Uhr holte uns ein schwitzender Stadtführer auf seinem Mountainbike im Hotel ab, dem wir nun 2 Stunden hinterher rasten. Vorbei an Klein-Venedig, Bamberger Dom, den Schleusen der Regnitz usw. strampelten wir dem "Pantani von Bamberg" hinterher bis die Qual ein Ende hatte und wir im Spezialbräukeller, hoch über Bamberg unser Abendessen einnahmen. Auf der Fahrt zurück ins Hotel machten wir noch eine kleine Pause in einem Eiscafe. Angekommen im Hotel ging es müde und schlapp nach einer Dusche in die Kiste.

Fazit des 2. Tages, 65 km, wiederum platt.

17.08.01 / 3. Tag

Wiederum Frühstück 7.30 Uhr, danach Abfahrt in Richtung Schweinfurt. Als wir Bamberg hinter uns gelassen hatten stoppte Meggy abrupt ihre Fahrt und schimpfte wir ein Rohrspatz, weil sie von einem Vogel "angeschissen" wurde. Auch ich bemerkte jetzt, dass meine Gepäcktasche bekleckert ist. Nun begann das Rätselraten, welcher Vogel so etwas tun könnte. Sonja kam nach kurzer Überlegung zu dem Entschluss es könne sich nur um die gemeine Landmöwe handeln. Belustigt und bekleckert ging die Fahrt weiter über Maria Limbach mit Besichtigung der Wallfahrtskirche nach Zeil am Main. Dort legten wir eine Mittagspause im Biergarten der Brauerei Göller ein. Weiter ging es über Hassfurt, Kaffeepause im Biergarten zur Hölle nach Bergrheinfeld ins Hotel Astoria. Nach der Ruhepause im Hotel ging es zu Fuß auf die Suche nach einer Gaststätte. Wir mussten nun feststellen das es in diesem Ort nur zwei!!! Lokale gab. Da die erste geschlossen hatte und die zweite unseren hungrigen Erwartungen nicht genügte, beschlossen wir einen Spaziergang in den Nachbarort Grafenrheinfeld zu machen. Wir fanden in dem Gasthof Alte Amtsvogtei eine Herberge die uns zusagte und bei Bier und Wein speisten wir vorzüglich. In unserer lustigen Runde sah Sonja wie die Kellnerin ein wunderlich aussehendes Bier an den Nachbartisch brachte. Die Neugier lies ihr keine Ruhe und sie fragte die Bedienung was es wohl für eine Biersorte sei. Als Antwort bekam sie, wieso Bier, dass ist eine Crapefriutschorle. Da nun dieses Rätsel gelöst war blieb uns nur noch der Spaziergang zurück ins Hotel nach Bergrheinfeld.

Fazit des 3. Tages, 72 km, ziemlich lustig.

18.08.01 / 4. Tag

Frühstück wie gehabt, Abfahrt 08.45 Uhr nach Kitzingen. Nach einigen Kilometern kamen wir leider vom gesteckten Kurs ab, der uns einen Umweg über Hügel, Wälder und Wiesen, 10 km Umweg und 1 Stunde Zeit kostete. Kurz vor Volkach besichtigten wie die wunderschöne Wallfahrtskapelle Maria im Weingarten. Unser Mittagessen nahmen wir in einer Gartengaststätte ein, in dem sich neben uns ein Stall mit Ziegen befand. Weiter ging die Fahrt zum Zielbahnhof Kitzingen. Da wir noch Zeit hatten machten wir noch unsere obligatorische Kaffeepause vor der Zugfahrt. Angekommen am Bahnhof stellten wir fest das der Zug 15 Min. Verspätung hatte und total überfüllt ist. Aus der erhofften gemütlichen Heimfahrt wurde leider eine zweistündige Tortur in den Gängen der Waggons. Unsere Laune ließen wir uns auch durch Beschimpfungen anderer Fahrgäste nicht vermiesen und sangen das schöne Lied "Wohlauf die Luft geht frisch und rein", was uns Naserümpfen aber auch Beifall einbrachte. Müde angekommen um 18.15 Uhr in Kahl radelten wir nun nach Alzenau wo wir beim Kräutergartenfest unsere Mainradtour ausklingen ließen.

Fazit des 4. Tages, 63 km, glücklich zu Hause.

Einstimmige Meinung nach 4 Tagen und ca. 240 km, eine sehr schöne, ereignisreiche, lustige und gelungene Radtour.

Ende des Berichtes.


©Willi Kukla

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