Radwanderclub
"immer nur bergab"

Alzenau - Hasselroth

Tourenbericht

Mecklenburgische Seen

vom 06. bis 11. Juni 2002

von Waren nach Neubrandenburg, Neustrelitz, Röbel über Malchow wieder nach Waren

 

 

Geplant und verfaßt von Mechthild und Helmut Müller

 

Vorwort:

Dem Wanderer wünscht man allzeit gute Sohlen an den Schuhen und den Radfahrern immer zwei bis drei Zentimeter Luft zwischen Felge und Boden. So ist das auch bei uns. Und wenn einer eine Reise macht, so kann er was erzählen. Und: Das stimmt! Zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs soll es sogar noch mehr zu erzählen geben, erzählt "Mann". Jedoch vor dem Reisen kommt das Planen. Es ist guter Brauch in unserem Radwanderclub, daß das Planen von Touren nicht immer von den gleichen vorgenommen wird, sondern abwechselnd von den Clubmenschen zu erledigen ist. So traf es mich - Helmut - die Radtour zur Mecklenburgischen Seenplatte vorzubereiten. Meine Ehefrau Mechthild war dabei behilflich. Zunächst wird freilich, von allen, überlegt wo es hin gehen soll. Pläne haben wir schon genug. Gibt es für uns alle doch noch recht viel zu sehen in unserem Land. Besonders die neuen Bundesländer sind uns noch recht fremd. Dann wird eine engere Auswahl getroffen und ein ungefähres Zeitfenster erstellt. Danach wird aufgeteilt wer welche Tour plant. Auf jeden Fall mußt du beizeiten mit dem Planen anfangen damit z. B. anstehende Buchungen auch erfolgreich abgeschlossen werden können. Eine Radtour an einem Fluß, ob auf- oder abwärts, entlang ist an und für sich einfach zu planen. Jeder erfahrene Flußradfahrer weiß, das es an Flüssen, auch abwärts, nicht immer abwärts, sondern auch hier und da ganz schön aufwärts gehen kann und die Wege nicht immer an Flüssen entlang führen. Eine Rundtour hat's da schon in sich! Und das habe auch ich gemerkt und später am eigenen Leib oder besser gesagt Waden und Oberschenkeln gespürt. Die Topographie ist eine andere wie ein Flußtal. Das heißt, das man die Beschreibungen sehr genau lesen und auch verstehen muß. Der Begriff Hügelig heißt nun mal bergig, buckelig, steil, uneben oder wellig und nicht flach wie z. B. gerade, fußhoch oder glatt. Und wer glaubt die Mecklenbirgische Seenplatte wäre flach, der hat entweder keine Ahnung oder war mit dem Auto dort. Der geneigte Radfahrer, zumal mit Gepäck weiß was ich meine. Zum Glück kennen wir mittlerweile die gute Fachliteratur, wie z. b. "bikeline" von Esterbauer (muß mal gelobt werden) und können mit dem Internet umgehen. Dadurch kommt man an viel Information und an Adressen. Bei Städten, Gemeinden und Verbänden ist es mittlerweile Usus für die Zusendung von Informationsmaterial einen Kostenbeitrag von 2 bis 3 € zu verlangen. Hier sollte man von Fall zu Fall prüfen ob das zugesandte Material auch diesen Preis wert ist. Es werden sehr viele Rundtouren und Touren mit Übernachtung etc. Angeboten. Vermutlich sind sie nicht mal schlecht. Aber wir wollen das nicht. Wir wollen individuell Urlauben. So wurde die Tour von Mechthild und mir geplant, den Mitreisenden vorgestellt und die nötigen Buchungen vorgenommen. Da Waren von Hasselroth über 600 KM entfernt ist und die Bahn schläft - ich höre sie schnarchen, wurde mit dem Auto (2 PKW: Sonja und Hans Ritter sowie Karlheinz und Claudia Heilos fuhren) und den eigenen Fahrrädern angereist und deshalb auch die Form einer Rundreise (damit man möglichst viel sehen kann) gewählt. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Unterkünfte und die Bootsfahrt vorab gebucht.

Die Teilnehmer:

Das Foto zeigt die Gruppe vor der Pension Klaffke in Neustrelitz am Sonntag, 09. Juni 2002 um 09.25 Uhr.

Das Foto machte der Inhaber, Herr Roland Klaffke

von links nach rechts:

Mechthild Müller, Karlheinz Heilos, Willi und Christel Kukla, Hans und Sonja Ritter, Helmut Müller und Claudia Heilos.

Die Planung:

  1. Tag: Anreise von Hasselroth nach Waren mit zwei PKW. Strecke 660 KM. Altstadtbummel
  2. Tag: Mit dem Fahrrad von Waren nach Neubrandenburg. Strecke 56 KM. Stadtführung
  3. Tag: Von Neubrandenburg nach Neustrelitz. Strecke 62 KM. Besuch des Slawendorfes
  4. Tag: Von Neustrelitz nach Röbel. Strecke 65 KM. Besichtigung verschiedener Altstädte
  5. Tag: Von Röbel nach Malchow. Strecke 43 KM. Von Malchow nach Waren mit dem Schiff
  6. Tag: Rückreise von Waren nach Hasselroth mit Zwischenstopp auf der Wartburg in Eisenach

Die Unterkünfte und die Schiffahrtsgesellschaft:

  1. Müritz Pension, Strelitzer Straße 126, 17192 Waren. DZ für € 66 für 2 Tage = € 132
    Telefon: 0 39 91 - 6 42 10, Fax: 0 39 91 - 64 21 22, www.Mueritz-pension.x2.u
  2. Hotel Weinert, Ziegelbergstraße 23, 17033 Neubrandenburg. DZ für € 64
    Telefon: 03 95 - 5 81 23 - 0, Fax: 03 95 - 5 81 23 11, Email: h-weinert@infokom.de
  3. Pension Klaffke, Alte Mühlenstraße 14, 17235 Neustrelitz. DZ für € 52
    Telefon: 0 39 81 - 4 59 30, Fax: 0 39 81 - 45 93 28, www.pension-klaffke.de
  4. Hotel - Restaurant Müritzterrasse, Straße der Deutschen Einheit 27, 17207 Röbel. DZ für € 60
    Telefon: 03 99 31 - 8 91 - 0, Fax: 03 99 31 - 8 91 - 26
  5. Malchower Schiffahrtsgesellschaft mbH, Kirchenstraße 6, 17213 Malchow. Preis für 2: € 21
    Telefon: 03 99 32 - 8 32 56, Fax: 03 99 32 - 8 33 26, www.malchower.schiffahrt.de

Die Kosten für zwei Personen (zum Teil geschätzt):

  1. 308 € für Hotel und Pensionen
  2. 21 € für die Schiffahrt
  3. 50 € für Benzin (von Experten errechnet)
  4. 360 € für Verpflegung, Eintrittsgelder etc. (60 € pro Tag - Erfahrungswert)
    739 € Gesamtkosten für ein Ehepaar

Zwei Bayern und ein Hesse in Neubrandenburg beim Bummeln:

am Freitag,

07. Juni 2002

um 19.45 Uhr

 

 

Der erste Tag

Donnerstag, 06. Juni 2002

Die Anreise

Von Hasselroth nach Waren über 666 Kilometer

über die B43 - A66/B40 – A7 - A4 - A9 - A10 - A24 - A19 – AS17 – B192

 

Treffen war um 08.00 Uhr in Hasselroth - Neuenhaßlau bei der Familie Müller. Hier wurden noch die Müllerchen Güter zu geladen und um 08.20 Uhr ging es los. Die Anreise nach Waren erfolgte mit den privaten Pkws der Familien Ritter und Heilos und führte uns über die A66 und B40 nach Fulda - Süd auf die A7. Von dort ging es weiter Richtung AD Hattenbach und AD Kirchheim auf die A4 bis zum Hermsdorfer Kreuz, wo wir auf die A9 wechselten. Wir waren nun 290 KM und 2 Std. u.50 Min unterwegs. Auf der AB Raststätte Osterfeld legten wir eine ein. Das Wetter war schon den ganzen Tag nicht berauschend, aber hier regnete ist was das Zeug hält - man kann auch sagen in Eimern. Über das Potsdamer Dreieck erreichten wir die A10. Hier waren wir 478 KM und 4 Std. und 40 Min. Fahrzeit unterwegs. Auf der AB Raststätte Wolfshake machten wir einen Tankstop mit Kurzpause. Danach erreichten wir über das AD Havelland die A24. Von dort ging es Richtung AD Wittstock/Dosse in Richtung A19 zur AS (17) Waren. Hier kamen wir nach einer Fahrzeit von 5 Stunden und 55 Minuten an. Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu Regnen und die Sonne wagte sich zunächst recht zaghaft hinter den Wolken hervor. So soll es ja auch sein! Von der AS Waren gelangten wir über die B192 nach 29 KM nach Waren (Müritz) in die Strelitzer Straße 126 an der B192. Es war nun 15.45 Uhr. Wir waren genau 666 KM gefahren und 7 Stunden und 25 Minuten unterwegs. Die exakte Fahrzeit betrug 6 Std. u. 25 Min. (103,79 km/h). 6 KM mehr als ausgerechnet, da hat der Heli die Kurven aber gut ausgefahren! Die Pension, auch für die letzte Übernachtung gebucht, liegt an der Ausfallstraße nach Neubrandenburg etwa 2 KM außerhalb des Stadtzentrums an zwei Tankstellen und befindet sich über einer Bowlingbahn. Davor ist ein großer Parkplatz mit einem Einkaufsmarkt und anderen Geschäften. Die Einrichtung ist einfach und funktional. Das Frühstück war einfach und ordentlich. Im Nebengebäude wurde in der Zeit unseres Aufenthaltes, zum Leidwesen der Familie Kukla, sie wohnte bei der Hinreise dort, gebaut. Mechthild holte hierfür einen Rabatt heraus. Für die Zeit der Radtour konnten die Autos auf dem Parkplatz stehen bleiben. Für die Fahrräder stand ein verschließbarer Nebenraum zur Verfügung.

Altstadtbummel und Abendessen

Mit den Autos ging es um 17.00 Uhr auf den Parkplatz am Hafen. Von dort begannen wir unsere Altstadtbesichtigung unter der Führung von Helmut. Die Altstadt ist zusammenhängend, nicht sehr groß, aber liebevoll und fast vollständig restauriert. Sie ist zu Fuß ohne Schwierigkeiten in kurzer Zeit zu erkunden. Lange, bevor die ersten deutschen Siedler im 12. Jahrhundert nach Mecklenburg kamen, lebten die Obriten, ein slawischer Stamm, an der Müritz. Sie gaben dem größten See im "Land der tausend Seen" den Namen "morcze", von dem sich der heutige Name der Müritz ableitet, es bedeutet soviel wie "kleines Meer". Die Stadt liegt am Nordufer der Müritz, Mecklenburgs größtem See. In der Mitte des 13. Jh. Begann Entstehung von zunächst zwei selbständigen Siedlungen. Um 1325 vereinigten sich beide. Die Altstadt wird von der Pfarrkirche St. Georgen und die Neustadt von der Marienkirche mit ihrem eigenwilligen Turm überragt: Durch die Eldekanalisierung am Ende des 18 Jahrhunderts begann der wirtschaftliche Aufschwung und die Herausbildung Warens zu einer Hafenstadt. Ab 1846 verkehrte das erste Dampfschiff auf der Müritz. 1879 erreichte die Eisenbahn von Malchin her Waren. Durch Beschreibungen des Schriftstellers Theodor Fontane begann sich in Waren ab 1900 der Fremdenverkehr zu entwickeln. Das Müritz-Museum mit seinen Süßwasseraquarien lädt zum Besuch ein, sowie der Nahe gelegene Müritz-Nationalpark, den wir ab morgen durchqueren werden. Zum Abendessen kehrten wir in das Lokal "U-Nautic" in die Lange Straße 15 ein. Das Essen, besonders der angebotene Fisch, war sehr gut. Zum Abschluß gab es noch einen "Absacker" im griechischen Lokal gegenüber von der Pension.

 

 

 

 

Der zweite Tag

Freitag, 07. Juni 2002

Die erste Etappe

Von Waren nach Neubrandenburg über 58 Kilometer

durch Federow - Klockow - Havelquellen - Ankershagen - Penzlin - Siehdichum

 

Heute fing unsere Tour erst richtig an. Gegen 08.00 Uhr wurde gefrühstückt und danach die Räder aus dem Abstellraum geholt und es wurde aufgepackt, wie es so schön heißt. Das Wetter war durchwachsen, soll heißen es regnete nicht war aber auch nicht sonderlich warm, also richtiges Radfahrwetter. J

Es erwartete uns eine Fahrt durch den Müritz Nationalpark auf den unterschiedlichsten Straßen bzw. Radwegen und einer recht hügeligen Topographie, will heißen es ging bergauf und bergab. Aber aus Erfahrung ist unsere Fahrräder im guten Zustand und so ist dies, trotz der Bepackung kein so großes Problem. Außerdem heißen wir ja auch "bergab", weil wir bergauf immer schieben. Noch schnell ein Foto vor der Pension gemacht schon ging es Richtung Innenstadt nach der Suche des ersten Hinweisschildes unseres Radweges Richtung Federow. Hier sei bereits erstmals erwähnt das die Beschilderung der Vielzahl von Radwegen immer gut und ausreichend war. Es gab auf der gesamten Tour nicht einmal einen Grund zur Beanstandung.

 

Am Hafen geht es in Richtung Süden parallel zur Binnenmüritz in den Warener Stadtforst. Bei leichtem Nieselregen durchfuhren wir den Park. Wer stehen blieb, war sofort von einem Millionen Heer von Mücken umgeben. Gegen 10.30 Uhr erreichten wir den Ort Federow. Zunächst fuhren wir weiter Süd östlich Richtung Speck und dann Nord östlich Richtung Klockow. Kurz hinter Klockow verließen wir den Nationalpark (Wald) Richtung Bornhof und erreichten die Havelquellen. Von dort erreichten wir nach weiteren 4 Kilometern Ankershagen, den Geburtsort von Heinrich Schliemann.

 

 

 

Hier legten wir eine Mittagspause in der Gaststätte "Zum Silber Schälchen" ein. Hier wurde die landestypische Küche wie z. B. Fisch, süß und sauer bzw. heiß und kalt gereicht. Die Menschen sind ausnahmslos freundlich und der Service ist in Ordnung. Auch dies, so werden wir berichten wird auf der ganzen Tour so bleiben. Gegen 13.45 Uhr fuhren wir auf der schwach befahrenen K10 weiter nach Zahren und Groß Vielen Richtung Penzlin, das wir gegen 14.30 Uhr erreichten. Dann gelangten wir an die Alte Burg mit Hexenkeller von Penzlin, die wir besichtigten und danach eine kurze Kaffeepause einlegten. Um 15.45 Uhr fuhren wir auf der K20 über Neuhof in Richtung Siehdichum die letzte Steigung.

 

 

 

 

 

Dort kamen wir gegen 16.30 Uhr an. Nach einer Weile erreichten wir über Alte Rehse und entlang am Ufer des Tollensesee, die Stadtgrenze von Neubrandenburg. Gegen 17.45 Uhr erreichten wir das Hotel Weinert in der Ziegelbergstraße 23. Wir haben heute 58 km mit dem Fahrrad zurück gelegt und waren 8 Std. u. 25 Min. auf Achse. Das Hotel liegt etwa 200 Meter vom Altstadtwall weg. Die Fahrräder konnten im Keller untergestellt werden.

 

Altstadtbummel u. Abendessen

Zu Fuß geht es zum Stadtwall zur Altstadtbesichtigung unter der Führung von Mechthild.

Neubrandenburg (1248 gegründet) am Tollensesee gelegen und drittgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist eingebettet in die bezaubernde, mecklen-burgische Landschaft. Zum Schutz wurde der ursprüngliche Pallisadenzaun durch eine Wehranlage mit Gräben und Wällen ersetzt. Vier Stadttore, die zu Torbogen ausgebaut wurden, sicherten die Zugänge zur Stadt und die Wiekhäuser (Kampfhäuser) verstärkten die Wehrhaftigkeit. Noch heute ist das Stadtbild von dieser mittel-alterlichen Anlage geprägt, deren Stadttore der Stadt den Beinamen "Stadt der vier Tore" eintrug. Mechthild führte uns über das Neue Tor über die 5. Ringstraße zum Friedländer Tor. Über die 1.Ringstraße zur Einmündung der Stargarder Straße zum Denkmal von Fritz Reuter. Dem gegenüber befindet sich der Mudder Schulten Brunnen. Von der 2.Ringstraße ging es zum Treptower Tor,über die Treptower Straße zum

 

 

Marktplatz und über die Stargarder Straße zum Stargarder Tor. Hier münden die 3.und 4.Ringstraße ein. Mechthild berichtete dabei sehr anschaulich über die Geschichte der Stadt von früher bis heute.

Dort kehrten wir in das Restaurant "Mudder Schulten Stuben" in der 4. Ringstraße 425 ein. Es wurde zu Abend gegessen und ein paar gemütliche Stunden verbracht, sowie ein Resümee des ersten Tages gezogen. Gegen 22.30 Uhr ging es zurück in das Hotel.

Der Bildhauer Wilhelm Jäger schuf 1923 die Figurengruppe aus einem 250 Zentner schweren Muschelkalkblock. Auf dem Brunnen wurde eine Szene aus der Humoreske "Dörchläuchting" von Fritz Reuter nachgestellt. Die Bäckersfrau Mudder Schulten fordert Dörchläuchtting Adolf Friedrich IV., Herzog von Mecklenburg – Strlitz) auf, die Rechnung für geliefetre Backwaren zu bezahlen. Fritz Reuter hat diese (erfundene) Geschichte in seinem Roman "Dörchläuchting" geschildert.

 

 

 

 

 

 

Der dritte Tag

Samstag, 08. Juni 2002

Die zweite Etappe

Von Neubrandenburg nach Neustrelitz über 57 Kilometer

durch Burg Stargard – Godenswege - Gerichtsberg - Neuhof - Wendfeld - Weisdin

 

Die Einrichtung des Hotels war sauber und funktional. Gegen 08. Uhr wurde das Frühstück eingenommen. Es war gut und ausreichend. Danach wurden die Zimmer geräumt, die Fahrräder aus dem Keller geholt und es wurde wieder aufgepackt. Nach dem obligatorischen Morgenfoto ging es gegen 09.00 Uhr auf die Räder und wir Verliesen Neubrandenburg in Richtung Burg Stargard.

Das Wetter war etwas besser als am Vortag, das heißt es war etwas wärmer und es regnete nicht. J J Auch die heutige Etappe wird zum Teil hügelig sein, d.h. es wird 2 bis 3x recht ordentlich bergauf gehen. Auch die Radwege werden wieder alles bieten. Eine besondere Herausforderung bilden die uralten kleinen Kopfsteinpflaster-Alleen mit Anstieg. Nach 10 km, der Radweg verlief parallel zur Bahnlinie, erreichten wir die Ortschaft Burg Stargard. Der Anstieg zur Burg war 1 km lang. Die Burg ist die älteste Backsteinburg Mecklenburg Vorpommerns und die einzige Höhenburg Norddeutschlands. Vom Burgturm, der ganzjährig zugänglich ist, hat man bei gutem Wetter einen Ausblick mit einer Sichtweite bis zu 30 km. Wir hatten ihn! Von hier ging es stetig ansteigend weiter nach Godenswege (5,5km) und Gerichtsberg (4,5 km). Hier ging es auf die L34 an Wanzka vorbei nach Neuhof, stetig bergauf.

Der "Öl - Baumaffenmensch"

Am Ortseingang wartete ich auf die anderen und beobachtete dabei jemanden, der auf einen Baum

 

sitzend, sich offensichtlich mit sich selbst unterhielt. Heli kam als zweiter den Hügel hoch. Er wollte schon die ganze Fahrt unterwegs jemanden nach Öl fragen, denn seine Kette quietschte. "Das kommt von dem starken Regen auf der Autobahn", erklärte er fachmännisch. "Der hat sich da in das Lager rein gedrückt", wußte er es ganz genau. Als der Mann auf dem Baum uns endlich bemerkte, grüßte er uns nach einem Affengebrüll, "AA, AA, AA," recht freundlich mit einem "Moin – Moin", Heli bemerkte zu mir gewandt: "Den frag ich nach Öl, der hat bestimmt welches", und begrüßte den Fremden mit den Worten: "Ei, hast du auch Öl?" Vom Baum kam ein, "Na, selbstverständlich." Der Mann kletterte vom Baum und Heli verschwand um die Ecke in dem Grundstück. Später verschwand noch Hans und Willi und zu guter Letzt auch ich. Es stellte sich heraus, daß der Herr nicht nur sehr hilfsbereit, sondern auch ein Fahrrad Freak 1. Klasse war. Heli’s Rad quietschte nicht mehr, wir hatten einen netten Menschen kennen gelernt und obendrein noch Spaß!

Danach ging es wieder bergab, um gleich wieder Richtung Keulenberg bergauf zu gehen. Nach einer Std. und 9,5 km erreichten wir in Wendfeld an der K10 das Landhaus Hellberge von Frau Adelheid Croft. Von Neuhof nach Wendfeld wären es über den Radweg etwa 10 km gewesen. Aber auf der Höhe des Keulenberges trieb uns die Zeit und der Hunger. Mittagspause war angesagt und das Landhaus war verschlossen. Wir hatten schon die Befürchtung, das wir, trotz Magen knurren, unsere Route weiterführen müssen. Doch Frau Croft öffnete freundlich die Tür, bat uns alle herein und zauberte aus dem nichts ein Menü für uns. Bei ihr gefiel es uns so gut, das wir unsere Tour erst um 16 Uhr fort setzten und uns 150 Min. Pause gönnten. Das Haus kann man weiter empfehlen. Hier stimmte Preis und Leistung! Wegen der Zeit und den bereits hinter uns liegenden Strapazen wurde die noch vor uns liegende Route um etwa 8 km gekürzt, d. h. wir fuhren nicht weiter nach Prillwitz über Hohenzieritz nach Neustrelitz. Anstatt dessen, fuhren wir etwa 3 km wieder über Blumenholz zurück und über Weisdin, dem Radweg an der B96 folgend nach Neustrelitz. Von wo wir durch die Stadt zum Slawendorf am Zierker See fuhren. Es folgte Besichtigung des Dorfes. Es ist sehr interessant. Besonders die handwerklichen Darbietungen sind sehr informativ. Von dort ging es über die Weiße Brücke, den Schloßpark, die Schloßkirche, am Tiergarten vorbei, durch die Innenstadt Richtung Strelitz Alt, zu unserer Pension. Im östlichen Teil der Mecklenburgischen Seenplatte, eingebettet in Seen und weite Wälder, liegt Neustrelitz. 1733 als Residenz der Herzöge zu Mecklenburg gegründet. Die außergewöhnliche spätbarocke Stadtanlage, entstanden nach den Plänen des Baumeisters Julius Löwe, gilt als einmalig in Europa. Mittelpunkt der Stadt ist der große quadratische Marktplatz, mit der Stadtkirche und ihrem 46 Meter hohem Turm, von dem aus acht Straßen sternförmig in alle Himmelsrichtungen führen. Die Pension Klaffke in der Alte Mühlenstraße 14, in Strelitz Alt, Nahe der Wilhelm Stolte Straße, der B96, erreichten wir gegen 19 Uhr, nach einer Stunde und 6 km, wie beschrieben, durch die Stadt. Wir haben heute 57 Kilometer mit dem Fahrrad zurück gelegt und waren 10 Std. unterwegs

Die Pension ist besonders Radfahrer freundlich. Es gibt sogar Zimmer, in die man die Fahrräder mitnehmen kann. Das Abendessen wurde in der Nahe gelegenen Gaststätte "Zur Quelle" eingenommen und anschließend wurde der heutige Tag resümiert und auf den nächsten Tag voraus geschaut.

 

Der vierte Tag

Sonntag, 09.Juni 02

Die dritte Etappe

Von Neustrelitz nach Röbel über 66 Kilometer

durch Lindenberg – Zwenzow – Roggentin - Mirow - Vipperow – Zielow - Ludorf

Auch der vierte Tag fing mit Aufstehen an. Nach den üblichen Ritualen im Badebereich war Frühstück angesagt. Es war gut und ausreichend. Im Speiseraum bekam ich vom Inhaber, Herrn Roland Klaffke, einen "Ehrenwimpel" für besondere Leistungen bei der Planung der Radtour durch Mecklenburg-Vorpommern, überreicht. Die Zimmer waren sauber und funktional. Die Zimmervergabe wird nicht vorbestimmt, sie erfolgt durch "Zufall", d. h. die Zimmerschlüssel werden ohne auf sie darauf zuschauen nacheinander weggenommen. So kam es, das die Kuklas das Zimmer in das man die Fahrräder mitnehmen kann, bekamen. Wir, die anderen haben es nicht gesehen, aber sie fanden es nicht sauber. Da sie davon erst später erzählten konnte ich dies bei Herrn Klaffke nicht reklamieren. Die Fahrräder waren in einer Garage abgestellt. Nach dem Aufpacken und dem obligatorischen Gruppenfoto vor der Pension ging es leicht verspätet um 09.30 Uhr auf die Straße in Richtung Innenstadt. Das Wetter sollte heute viel besser sein, was es auch war – Sonnencreme war angesagt. Das verdient: J J J ! Ab heute sind die Etappen leichter zu fahren, d. h. es geht viel weniger bergauf und bergab, eben typische Flachlandwege. Die Radwege führen heute öfters an leicht befahrenen, dafür aber wunderschönen Alleen entlang. Wir werden viel Wasser und wunderschöne Felder sehen. Doch zuvor machten wir im Zentrum von Neustrelitz, nach 5 km und 20 Minuten Fahrt, einen kleinen Rundgang. Unser Weg führte uns nun in südwestlicher Richtung am Zierker See entlang nach Lindenberg. Von hier fuhren wir südlich nach Groß Quassow weiter zur Useriner Mühle bei Zwenzow. Die Sonne brannte auf der Haut, deshalb war Eincremen Pflicht. Hier änderten wir unsere Route. Geplant waren 33 km nach Mirow von Zwenzow über Wesenberg, Neu Canow, Canow und Peetsch. Tatsächlich fuhren wir über Roggentin und Granzow, ab Zwenzow nach Mirow, wo wir nach 16 km, also 17 km kürzere Strecke, am Mecklenburger Hof ankamen. Wir hatten nun 33 km hinter uns gelassen. Es folgte eine ausgiebige Pause. Bevor wir Mirow gegen 14.00 Uhr verließen, machten wir einen kleinen Abstecher zum Schloß, auf die Liebesinsel im Mirower See. Die Insel ist über eine kleine historische Brücke mit dem Festland verbunden. Hier befindet sich das Grab des letzten Großherzoges Adolf FriedrichVI.

Weiter ging es nun in nordwestlicher Richtung über Lärz nach Vietzen an der Müritz-Havel-Wasserstraße, der schwach befahrenen K3, zur Südspitze des Müritz Sees entlang. Von hier war es noch 1,5 km bis Vipperow an der westlichen Küste des Sees. In Vipperow kamen wir gegen 15.15 Uhr an und machten eine klein Pause bzw. Mechthild und ich besichtigten eine Ausstellung in der alten Feldsteinbau Kirche. Nach Vipperow ging es an der Solower Straße rechts dem Ufer an einem schmalen Pfad durch dichten Wald, wie im Dschungel 3 km nach Zielow. Von dort folgten 6 km bis zum Gutshof Ludorf, Nahe dem Ufer entlang, auf Feldwegen an wunderschönen bunten Feldern und Wiesen vorbei. In Ludorf machten eine Kaffeepause. Mechthild und ich besichtigten abermals eine Kirche.

 

 

 

 

Sie war einfach und schlicht – eben schön. Nahe der Kaffeeterrasse hatte eine Storchenfamilie mit zwei Jungen ihren Storchenhorst. Das klappern der Störche ist ein wunderschönes Geräusch. Nach 10 km auf Feldwegen erreichten wir gegen 18.00 Uhr das Hotel Müritzterrasse in Röbel. Wir haben heute 66 Kilometer mit dem Fahrrad zurück gelegt und waren 8 Std. und 30 Min. unterwegs. Die Fahrzeit betrug 5 Std. Das Hotel ist sehr gut. Für die Fahrräder gibt es eine AbstellhütteAm Abendmachten wir einen Bummel durch die Stadt. Ab 20.30 Uhr aßen im Hotel und ließen den Tag mit dem Resümee und der Vorschau auf den nächsten Tag ausklingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der fünfte Tag

Montag, 10.Juni 02

Die vierte Etappe

Von Von Röbel nach Waren über 43 Kilometer bis Malchow ber 4

durch Gotthun - Sietow Dorf – Klink - Göhren-Lebbin – Laschendorf

und mit dem Schiff von Malchow über Damerow nach Waren

 

 

 

 

 

Gegen acht Uhr wurde gefrühstückt. Das Beste, wenn man es mit den anderen vergleichen wollte. Aber die waren ja auch gut. Das gleich gilt für die Unterkunft. Platz eins. Nach dem Aufpacken der Räder wurde heute kein Foto vor dem Hotel gemacht. Vermutlich haben wir es vergessen. Die Etappe wird heute die kürzeste sein, da wir noch mit dem Schiff fahren wollen. Für die Beschaffenheit der Radwege gilt heute das gleiche wie für gestern. Das Wetter soll so wie gestern werden. Die Vorhersage stimmte nicht ganz. Für heute gibt es ein: J K L ! Um 09.15 Uhr begannen wir die 4. Etappe und verließen Röbel in nördlicher Richtung. Der Radweg führte bis Klink in Ufernähe des Müritzsee‘s entlang. Wieder kamen wir an schönen Feldern und Wiesen vorbei. Über Gotthun, Zierzow, Sietow Dorf (14,5 km), Sembzin gelangten wir nach Klink. In der Nähe des Schlosses legten wir eine kleine Rast ein. Das Schloß wurde 1914/15 auf den Grundmauern des zwei Jahre zuvor abgebrannten Schlosses Blücher erbaut. Der zweitürmige neobarocke Bau wurde von Freiherr Raban von Thiele-Winkler in Auftrag gegeben. Von Klink aus fuhren wir nun in westlicher Richtung, zunächst einen leichten Anstieg hoch und kamen nach Grabenitz um dann über einen weiteren An- und Abstieg bis Wendhof. Ziemlich eben ging es weiter nach Göhren-Lebbin und von dort nach Untergöhren am Ufer des Fleesensee gelegen Von Untergöhren führte unsere Route über Feldwege nach Laschendorf und von dort nach Malchow, das wir gegen 12.25 Uhr erreichten und 41 km hinter uns gelassen hatten. Bei der Malchower Schiffahrtsgesellschaft in der Kirchenstraße 6, bei Frau Erdmann, holte ich die vorher reservierten Schiffspassagen ab. Wir hatten nun bis zum Ablegen des Schiffes um 14.05 Uhr Zeit. So schauten wir uns zunächst in der Innenstadt um. Der historische Stadtkern befindet sich auf einer Insel, die 1846 durch einen Erddamm und eine Drehbrücke mit dem Festland verbunden wurde. Anschließend war Mittagessen angesagt. Es war kurz vor 13.45 Uhr, wir wollten gerade Richtung Ablegeplatz gehen, als sich blitzartig der Himmel verdunkelte und es zu regnen anfing. Niemand von uns konnte so schnell reagieren: Jeder von uns wurde auf irgend eine Weise mehr oder weniger patschenaß.

 

 

An der Anlegestelle hatte der Regenguss seinen Höhepunkt erreicht. Der gute Hans hatte wieder einmal am besten vorgesorgt. Hatte er doch "Motorrad-Regenschuhe" für alle Fälle dabei und diese über seine normalen Schuhe gezogen. So wurden diese keinen Tropfen naß. Sehr gut Hans (!), sage ich da nur. Die MS "Warsteiner" kam, zu unserem Glück, fast pünktlich. Wir wurden sehr freundlich begrüßt. Unsere Fahrräder wurden vom Personal, ohne Abpacken, verstaut. Den großen Fahrgastraum hatten wir bis zur Anlegestelle Untergöhren für uns alleine. Das war auch gut so, denn so konnten wir uns von den nassen Kleidungsstücken befreien und alles Nasse zum Trocknen auslegen. Kaum unterwegs, hörte es auf zu schütten und die Sonne kam langsam wieder durch. Durch den Fleesenkanal, der den Fleesen- und den Kölpinsee verbindet, erreichten wir durch einen weiteren Kanal, Damerow am Jabeler See. Hier legten wir gegen 15.15 Uhr an und mußten auf die MS "Stadt Waren" umsteigen. Hier hatten wir mit dem Personal kein Glück. Der Ersatzkapitän verlangte von uns, daß wir die Fahrräder abpacken und alleine verladen sollten. Kurzer Hand wurden die Fahrräder, ohne abzupacken, über die Reling verladen. Die restliche Besatzung war dann wieder ganz in Ordnung. Der untere Schiffsbereich war vollständig, bis auf unsere acht "reservierten" Plätze besetzt. Ich ging voran und wurde auf meine freundliche Begrüßung: "Ich wünsche einen wunderschönen guten Tag", vom linken, dem größeren Bereich, hier saßen Landsleute aus dem Westen, mit den Worten: "Alles beisetzt", begrüßt. Die etwas wenigeren Landsleute zur Rechten, allesamt aus dem Osten, grüßten freundlich zurück und rückten zusammen. So bekamen wir alle einen Sitzplatz und lernten nette Menschen, meist Rentner, aus dem Osten kennen. Schöne verrückte Welt, sage ich da nur, gelle! Um 15.55 Uhr legten wir in Damerow ab. Zurück über den Kölpinsee gelangten wir durch den Elde Kanal Waren gegen 17.25 Uhr. Vom Hafen aus, erreichten wir die Müritz. Das Zimmer in der "Baustelle" übernahmen freiwillig die Müllers. Wir haben heute 43 Kilometer mit dem Fahrrad zurück gelegt und waren 8 Std. und 45 Min. unterwegs. Die Fahrzeit betrug 3 Std. und 30 Min. Besonders zu erwähnen sei an dieser Stelle: Niemand hatte eine Radpanne! Um 19.30 Uhr ging es mit den Autos zum Parkplatz am Hafen und von dort in das Gasthaus Ratskeller, Neuer Markt 1, zum Abschlußabendessen. Es wurde wieder resümiert und diskutiert und die Heimreise anvisiert – leider. So ging es gegen 22.00 Uhr zurück zur Pension.

 

 

 

Der sechste Tag

Dienstag, 11. Juni 2002

Die Rückreise

Von Waren über die Wartburg nach Hasselroth über 686 Kilometer

B192 – L24 - L241 – B192 – AS18 – A19 – A24 – A10 – A9 – A4 – Wartburg – A7 – B 40/A66

 

 

Um 08.00 Uhr wurde gefrühstückt und anschließend die Autos beladen. Gegen 09.15 Uhr setzten wir uns in Bewegung. Auf der Raststätte Walsleben legten wir eine kleine Pause ein. Weiter ging es Danach ging es weiter in Richtung Wartburg. Die Wartburg ist eine sehr geschichtsträchtige Burg und dürfte allen wegen Martin Luther bekannt sein. Wir besichtigten sie und machten anschließend im Burgresataurant Pause. Nach 90 Minuten ging es weiter. Nach 686 gefahrenen Kilometern und 9 Ύ Stunden kamen wir um 19.00 Uhr in Hasselroth an. Die exakte Fahrzeit betrug 7 Stunden u 40 Minuten. Nachdem wir die Müllerchen Güter ausgeladen hatten, ging es zum Abendessen in die Gaststätte "Eck 34". Dort verweilten wir bei guter Laune bis 21.00 Uhr. Wieder war eine Tour geschafft. Die Tour ist zu Ende – die nächste wartet bereits. Bis dann, tschüs alle miteinander!

 

Eure Müllers

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Resümee

Die Mecklenburgische Seenplatte kann man absolut weiter empfehlen!

Ein schönes Stück Deutschland

Für Radfahrer und Wanderer ein absolutes MUSS. Ob passiv oder aktiv Urlauber, Wanderer, Radfahrer, Wassersportler aller Art oder sonst was, Singles, Familien mit und ohne Kinder, Rentner und was es sonst noch alles gibt, für alle bietet sie was.

Die Menschen sind freundlich, nett und hilfsbereit. Der Service war überall kundenorientiert GUT. Bis auf den Ersatzkapitän. Aber ein schlechtes Beispiel hat ja auch was gutes, es hebt die anderen noch mehr hervor.

Die Flora und Fauna haben einen "schonenden" Besuch verdient. Sie besitzen Dinge, die im Rest des Landes verloren gegangen sind. Störche und seltene Blumen, um nur zwei zu nennen. Allerdings sollte, wer gegen Mücken allergisch ist, bestimmte Jahreszeiten oder Plätze meiden.

Die Radwege wie die Wanderwege, sind unterm Strich gut. Optimal ist es ja leider nirgendwo im Staate. Die Anstrengungen das Radwegenetz zu verbessern sind vorhanden, so der Eindruck de Schreiber. Die Beschilderung ist gut und ausreichend. Bei den vielen Radwegen kreuz uns quer ist das schon recht ordentlich.

Die historische Bausubstanz, die die 40 Jahre "DDR" konserviert überlebt hat, und das war nicht wenig, ist restauriert bzw. wird es noch. Dadurch entstanden und entstehen wieder wunderschöne Ortskerne bzw. Baudenkmäler. Hier kann man im Ansatz den früheren Reichtum bzw. den früheren Stellenwert der Region erkennen.

Die Gastronomie, so vorhanden, ist durchweg als gut zu bezeichnen und bietet für jeden Geldbeutel etwas. Das Angebot an heimischen Getränken und Speisen ist besonders zu empfehlen

Die Unterkünfte waren allesamt ordentlich und brauchen keinen Vergleich zu scheuen.

Die Preise sind im bundesrepublikanischem Vergleich in der oberen Kategorie anzusiedeln.

Die Mecklenburgische Seenplatte bietet viele Radwege Kombinationen an, so daß man mehrere Jahre bräuchte um Ansatzweise alles gesehen zu haben.

 

 

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