Wandern auf Mallorca

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Vom 10. April 2002 bis zum 14. April 2002

Wir, d.h. Willi und ich, bekamen diese Reise anläßlich unseres 50- Geburtstages von unseren Ehefrauen, Christel und Sonja, geschenkt.

Abflug: Frankfurt - Palma 15.30 - 17.40 Uhr, Flug HF 3743
Rückflug: Palma - Frankfurt 09.10 - 11.30 Uhr, Flug HF 7726

Unterkunft: Clubhotel Valentin Park, Paguera

Teilnehmer: Christel und Willi Kukla
Sonja und Hans Ritter

 

1. Tag (Mittwoch, der 10.04.02)

Aufgestanden um halb acht morgens, wurde gut gefrühstückt und anschließend gepackt. Jens Kukla holte uns um 12.00 Uhr ab und fuhr uns nach Frankfurt zum Flughafen. Es war zwar ein bißchen eng (für Mensch und Gepäck), doch was soll´s. Das Einchecken ging schnell, es dauerte nicht einmal 10 Minuten. Danach hatten wir noch genügend Zeit, um Kaffee und etwas kaltes zu trinken. Um 14.00 Uhr ging es zum Flugsteig und mit 10 Minuten Verspätung, wegen Rückenwind auf der zweiten Startbahn, ab in Richtung Palma.
Der Flug verlief ruhig und nach einem kleinen Frühstück an Bord landeten wir pünktlich um 17.40 Uhr in Palma. Dort angekommen, stellten wir fest, daß das Wetter hier auch nicht viel besser war als bei uns. Es war bedeckt und trocken, doch wenigstens um einige Grad wärmer, so um die 18°C. Durch den Zoll mußten wir nicht, doch die Gepäckausgabe



Das Clubhotel Valentin Park war ein 6-stöckiges Gebäude in dem im Erdgeschoß die Verwaltungsräume, sowie der Speisesaal und die Rezeption untergebracht waren. Im Untergeschoß mit Ausgang zum Pool war die Bar und die Aufenthaltsräume. In den oberen Stockwerken waren die Hotelzimmer untergebracht. In einem weiteren 4-stöckigen Gebäude waren nur Zimmer. Weitere kleinere Gebäude beherbergten ein kleines Hallenbad; eine Beautyfarm; sowie die Hotelküche und Wirtschaftsräume. Zwischen den Gebäuden war eine großzügige Poollandschaft mit Liegen und Grünfläche die reizvoll gestaltet war.

Wir packten erst mal die Koffer aus und, da es mittlerweile schon nach 20.00 Uhr war, gingen wir zum Abendessen in den Speisesaal. Zu viert saßen wir an einem etwas zu klein geratenen Tisch und aßen viel und gut vom Büfett. Anschließend ließen wir uns in der Bar, wie übrigens künftig jeden Abend, Espresso und auch anderen geistige Getränke munden.


2. Tag (Donnerstag, der 11.04.02)

Der Tag war zu Ende um 7.30 Uhr, als unser Wecker ging. Um 8.00 Uhr frühstückten wir und um 8.30 Uhr kam die TUI-Tante, bei der wir versuchen wollten, unseren doch recht frühen Rückflug umzubuchen, was uns aber nicht gelang. Außerdem wollten wir uns bei ihr noch über eventuell reizvolle Wandertouren informieren. Das ganze dauerte über eine Stunde, da diese Tussi während sie unaufhörlich quasselte, ihre mitgebrachten Akten mindestens vier mal durchblätterte um danach festzustellen, daß sie nichts gefunden habe. Nachdem die uns genervt hatte, kam um 9.30 Uhr unser Mietwagen, ein VW Polo mit 50 kW. Danach warfen wir uns in unsere Wanderkleidung, packten die Rucksäcke und starteten. Mehrere Straßen weiter fanden wir unseren Wagen und los ging es zur ersten Wandertour.


Nach etlichen vergeblichen Versuchen die Ausfallstraße zu finden und nach mehreren Runden (immer wieder am Hotel vorbei), fanden wir dann endlich doch noch aus Paguera heraus und fuhren Richtung Ostküste. Unsere Fahrt ging über Antratx immer die kurvige Küstenstraße entlang, nach Banyalbufar und von da weiter nach Valldemossa.



Dort parkten wir und liefen los, den vermeintlichen Rundweg: "Reitweg des Erzherzogs" durch den schönen Naturpark Moragues.
Leider merkten wir erst ziemlich spät, daß wir zwar auf dem richtigen Weg, jedoch nach der falschen Seite hin unterwegs waren.


Nachdem wir gut 2 Stunden gelaufen waren, fing es leicht an zu tröpfeln und, da uns die Füße schon weh taten, machten wir uns wieder auf den Heimweg und fuhren zum Hotel zurück.
Abends, nach dem Abendessen, machten wir noch einen Spaziergang zum Hafen und schauten uns dort etwas um. Nach einem Schoppen ging es wieder zum Hotel, in die Bar, zurück. Gleiche Getränke wie vorabend. Um Mitternacht ging es ins Bett

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3. Tag (Freitag, der 12.04.02)


Heute führte uns die Fahrt über Palma - Esporlas nach "La Granja" einem Bauernmuseum zwischen Esporlas und Banyalbufar. Es ging wieder früh raus und nach einem kräftigen Frühstück auf den Weg.

"La Granja" war ein in Privathand liegendes, sehr schön gelegenes Freilichtmuseum mit großem Außenbereich. Es gab außer Tieren, wie Vögeln, Esel, Rehen usw., auch alte landwirtschaftliche Geräte und Maschinen zu sehen. Das ländliche Leben und die Arbeitsweisen. Auch ein Verlies mit Folterkammer; eine Kelterei; verschiedene Mühlen zur Mehl-, Öl- und Parfümgewinnung bekamen wir gezeigt. Wir konnten auch selbstgebackenen Kuchen, Brot und eigenen Wein kosten.

 


Nachmittags fuhren wir weiter nach Sòller. Dort schauten wir uns die antike Bahn an, die kreuz und quer durch Sòller und bis nach Palma fährt.
Da es etwas zu regnen anfing, suchten wir ein Kaffeehaus auf und ließen uns einen heißen Kaffee schmecken. Willi, der Heißhunger auf Eis hatte, überredete uns schließlich auch noch dazu. Dann fuhren wir über Bunyola und Palma wieder zum Hotel zurück. Gerade rechtzeitig angekommen, begann es in Strömen zu regnen. Kukies, - die noch einmal zum Hafen runter waren um etwas einzukaufen, kamen pitschnaß im Hotel an, gerade noch recht zum Abendessen

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4. Tag (Samstag, der 13.04.02)

Die ganze Nacht über regnete es in Strömen. Erst morgens, so um 5.00 Uhr hörte es auf. Doch uns konnte das nicht erschüttern. Wir hatten uns fest vorgenommen, heute eine große Wandertour zu unternehmen. Geplant hatten wir die Tour zum "Castell d´Alaró".


Start war in Alarò, einem kleinen Ort zwischen Inca und Santa Maria, am Fuße des "Puig dÁlaro".
Das Castell stand auf einem Hochplateau, über steil abfallenden Felswänden.

Über viele Serpentinen und durch viele Olivenhaine, mit knorrigen alten Bäumen, ging es von 200 m Höhe aus bis auf 822 m Höhe. Es war eine traumhafte Gegend. Die einzige Einkehrmöglichkeit unterwegs wäre die auf 600m Höhe gelegenen "Finca Es Verger" gewesen, doch die ließen wir rechts liegen und machten uns weiter an den Aufstieg.

Von einem in 700m Höhe gelegenen Parkplatz, den man nur von der anderen Seite des Berges erreichen konnte (von Orient aus), war es aus mit einem breiten Weg. Von da an konnte man, wie man sieht, nur noch mit einem Esel oder zu Fuß das Castell erreichen.

Nach einigen engen steinigen Serpentinen erreichten wir schließlich das Eingangstor zum "Castell dÁlaro".

Oben angekommen konnten wir einen Ausblick genießen der unvergleichlich war. Man konnte in der Ferne sogar die gut 40 km entfernte Kathedrale von Palma sehen, obwohl die Sicht wegen des trüben Wetters einentlich nicht besonders gut war.
Nach einer kräftigen Mahlzeit (Schinken und Käse auf Knoblauchbrot) und einem guten Schoppen Rotwein aus dem Holzfäßchen, machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn kein Regentropfen fiel. Im Gegenteil, es wurde immer heller und zum Schluß unserer Wanderung, schien zum ersten mal richtig die Sonne.
Wir waren abschließend alle der Meinung, daß dies unsere schönste Wanderung gewesen war.


Im Hotel angekommen setzten wir uns an den Pool und ließen uns bei einem guten Capuchino die Sonne so richtig auf den Bauch scheinen.
Nach einer wohltuenden und reinigenden Dusche und einem, wie immer, guten und viel zu reichlichen Abendessen, führte uns unser Weg noch einmal zum Hafen, um uns die Füße noch mal zu vertreten.

 

5. Tag (Sonntag, der 14.04.02)

Heute war leider wieder Schluß mit Mallorca. Trotz mehrmaligem Versuch unseren Rückflug umzubuchen, war uns dies leider nicht gelungen. So mußten wir halt in den sauren Apfel beißen und heute abreisen. Gerne hätten wir uns noch Palma angeschaut, doch das sollte wohl nicht sein.
Wir werden wohl noch einmal nach Mallorca müssen um dies nachzuholen. Auch weitere schöne Wandertouren die wir noch ausgesucht hatten, wären noch nachzuholen.


Um 5.30 Uhr klingelte der Wecker und um 6.30 Uhr wurden wir vom Bus abgeholt, der uns zurück zum Flughafen nach Palma brachte.

Pünktlich um 9.10 Uhr hob unsere Maschine ab und nach einem ruhigen Flug über einer dichten Wolkendecke landeten wir um 11.25 Uhr im 8° C kalten Frankfurt.
Jens Kukla stand schon bereit um uns wieder heim zu bringen.

Das war es also, das Wandervergnügen auf Mallorca. Es war zwar kurz, doch schön war es trotzdem und jeder war der Meinung: "Das machen wir irgendwann noch einmal, doch dann nehmen wir die Müller´s mit!"

 

H.Ritter



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